2026-09-13_candy-boldt-haendel

Kandidatur als Parteivorsitzender LV Bbg: Candy Boldt-Händel

Liebe Genossinnen, liebe Genossen,

ihr als Kreisvorsitzende und Landesvorstand sollt es frühzeitig und direkt von mir erfahren: Ich werde beim Landesparteitag im November 2026 für den Landesvorsitz der LINKEN in Brandenburg kandidieren. Der geschäftsführende Landesvorstand hat von meiner Kandidatur ebenfalls Kenntnis – mir war wichtig, dass dieser Schritt niemanden überrascht.

Vorweg: Der Landesverband hat in den vergangenen Jahren unter schwierigen Bedingungen viel geleistet, und dafür gebührt allen, die Verantwortung getragen haben, unser Dank und unser Respekt. Ich möchte auf dieser Arbeit aufbauen.

Ich stehe für eine Politik, in der Inhalte nach vorn gestellt werden. Das, wofür wir konkret streiten, soll das Gesicht unserer Landespartei sein – sichtbar, verständlich und in jedem Kreisverband wiedererkennbar.

Daraus folgt eine gemeinsame Aufgabe: Ich möchte, dass wir bis Mitte 2027 eine Vorwahlkampagne auf die Beine stellen, die bis Ende 2027 in eine Vollkampagne für die Wahl 2029 übergeht. Wenn wir uns diese Zeit nehmen, können wir gemeinsam vorbereitet in das Wahljahr gehen, statt unter Druck improvisieren zu müssen.

Inhaltlich sollte diese Kampagne für drei Dinge stehen:

Erstens: das Leben wieder bezahlbar zu machen. Wenn Menschen die Autofahrt in den nächsten Ort und das Busticket nicht mehr bezahlen können und sich die Miete für ihre Wohnung nicht mehr leisten können, dann wird ihnen Selbstbestimmung genommen und ihr Recht auf Teilhabe beschnitten. Daran müssen wir anknüpfen – mit konkreten Vorschlägen für ein bezahlbares Leben und mit ebenso konkreten Unterstützungsangeboten wie „DIE LINKE hilft“, um Vertrauen zu gewinnen.

Zweitens: der entschlossene Kampf gegen rechts. Zu meinem politischen Selbstverständnis gehört: Mein Kampf ist ein Kampf für alle. Als queerer Mann ist es mir dabei ein besonderes Anliegen, für die queere Community einzustehen – genauso wie für junge Menschen in diesem Land, für Rentnerinnen und Rentner, für Frauen und grundsätzlich für alle marginalisierten Gruppen. Probleme müssen klar benannt werden. Aber sie dürfen niemals auf dem Rücken dieser Gruppen ausgetragen werden.

Und drittens: dass mit den Sparorgien bei den Ärmsten endlich Schluss ist und wir uns das Geld von den Superreichen und Milliardären zurückholen – über Vermögensteuer, Übergewinnsteuer und mehr. Denn wir brauchen dieses Geld. Nicht für immer höhere Rüstungsausgaben, sondern zum Beispiel, um ein gerechtes Bildungssystem aufzubauen, das von der Kita bis zum lebenslangen Lernen trägt. Das ist für mich keine abstrakte Forderung. Ich habe selbst auf dem zweiten Bildungsweg studiert und erlebt was es bedeutet mit sehr wenig Geld auskommen zu müssen und Bildung und 30 Stunden Arbeit unter einen Hut zu kriegen. Fast zehn Jahre habe ich an einer Fachschule Soziales unterrichtet und somit einen guten Einblick in unser Bildungssystem und ich arbeite heute in der Eingliederungshilfe und erlebe täglich, wie gespart wird und wie unwirklich so manches System funktioniert. Ich stehe klar für ein Brandenburg, in dem alle fair und gerecht ihr Leben gestalten können.

Nur durch Inhalte, nur durch eine klare linke Positionierung können wir eine rechte Welle stoppen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Wahlergebnisse wie in Sachsen-Anhalt zu verhindern – indem wir mit einer klaren, linken, gerechten und solidarischen Position für alle in unserem Brandenburg lebenden Menschen sichtbar und deutlich werden. Wir müssen mit Inhalten überzeugen und aufzeigen, warum wir die richtige Wahl sind, in der Erst- und Zweitstimme.

Lasst uns gemeinsam mit den Menschen in Brandenburg zurückholen, was uns gehört. Denn Brandenburg gehört uns allen – nicht ein paar Reichen und schon gar nicht der AfD.Damit Ihr Euch ein Bild machen könnt, findet Ihr unten einen kurzen Überblick zu meiner Person und meinem bisherigen Weg. Ich würde mich freuen, in den kommenden Wochen mit Euch ins Gespräch zu kommen – über meine Kandidatur, vor allem aber über das, was Ihr in Euren Kreisverbänden für die nächsten Jahre braucht. Ich komme gern zu Euch, schalte mich gerne online zu Euch oder ihr könnt mir mailen oder einfach anrufen, meldet Euch jederzeit.

Solidarische Grüße
Candy Boldt-Händel


Persönliches
  • geboren am 16.02.1986 in Löbau
  • seit 2011 in eingetragener Lebenspartnerschaft lebend
  • Wohnhaft in Oranienburg OT Wensickendorf seit 2014
  • aufgewachsen im Landkreis Bautzen
Beruflicher Werdegang
  • gelernter Koch; staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger; Gesundheits- und Pflegemanager B.Sc.; Erwachsenenbildung M.A. (Studium auf dem zweiten Bildungsweg, ohne Abitur)
  • knapp 10 Jahre Lehrer für die Berufe Heilerziehungspflege, Erzieher*in und Sozialassistent*in, davon 2 Jahre stellvertretender Schulleiter einer beruflichen Fachschule für Soziales
  • seit Februar 2026 Einrichtungsleitung einer mittelgroßen Wohnform für Menschen mit geistiger Behinderung (besondere Wohnform, Leistungstyp 5 und 6) in der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal im Ort Rüdnitz
Partei und Mandate
  • Mitglied seit 2020
  • 2021–2024 Vorsitzender Die Linke Oranienburg
  • 2023–2024 Kreisgeschäftsführer Die Linke Oberhavel
  • 2024 Direktkandidat Landtag, Wahlkreis Oberhavel III, sowie Kandidat für die SVV Oranienburg
  • 2024–30.04.2026 Co-Kreisvorsitzender Die Linke Oberhavel
  • 2025 Wahlkampfleitung für die Bürgermeisterkandidatin Stefanie Rose
  • 2024–2026 Mitglied des Parteivorstandes Die Linke
  • Co-Sprecher Die Linke Queer Brandenburg
  • Mitglied der LAG Schule, der LAG Die Linke Queer Brandenburg und von Cuba Sí
Gesellschaftliches Engagement
  • Gründer des CSD Oberhavel und bis heute einer der Hauptorganisatoren, nächster CSD Oberhavel am 19.09.2926 in Hennigsdorf
  • seit 2009 Mitglied der AIDS-Hilfe Dresden e. V.
Politische Schwerpunkte

Schule und Bildung, Queer- und Gleichstellungspolitik, Teilhabe und Inklusion, Kinder- und Jugendpolitik – grundsätzlich allen politischen Feldern offen gegenüberstehend