Fricks Reichstagsrede vom 17. März 1925
Es ist die 26. Reichstagssitzung am 17. März 1925. Es sprich der Innenpolitische Sprecher der damaligen Nationalsozialistische Freiheitspartei-Fraktion Dr. Wilhelm Frick. Er war selbst NSDAP-Mitglied, 1924 erster Nazi-Minister in Thüringen, 1933 Innenminister der Hitler-Regierung und Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Er wurde 1946 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingerichtet.
„Adolf Hitler, der von fanatischer Vaterlandsliebe beseelt (…) wie kein Zweiter es versteht, die Herzen der deutschen Arbeiter wieder mit nationalem Geist zu erfüllen und aus den Fesseln der internationalen marxistischen Irrlehre zu befreien (…)“
Es folgt ein Zitat von Adolf Hitlers Münchner Rede vom 27. Februar 1925, der zu dieser Zeit staatenlos, also kein deutscher Bürger war:
„Das Bürgertum besitzt nicht mehr den Schlüssel zum Herzen des Volkes … Es fehlt ihm jene Macht, die allein den Weg zum Herzen der breiten Massen findet, Überzeugungstreue, rücksichtsloser Kampf für das Ideal usw. (…)
Wenn man den Untergang zwangsläufig kommen sieht, hat man die Pflicht, mit aller Kraft sich aufzubäumen, Widerstand zu leisten und endlich zum Kampf überzugehen. Das ist das Ziel, das uns vorschwebte, als wir die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei gründeten. Kampf gegen die Teufelsmacht, die Deutschland in dieses Elend gestürzt hat: den Marxismus, das Judentum, den geistigen Träger dieser Weltseuche! (…) In diesem Ringen gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder der Feind geht über unsere Leichen oder wir über die seinen.
Der Kampf wird nicht gesichert durch Erringung einiger Parlamentsmandate, sondern erst dann, wenn auf der letzten Werkstatt oder Fabrik das Hakenkreuzbanner weht und der letzte Sowjetstern, verhüllt oder unverhüllt, verschwunden ist.
Ich glaube an unser unser altes Banner. Ich (…) habe nur einen einzigen Wunsch, daß, wenn einmal der Sensenmann mich niederstreckt, es mein Leichentuch werden möge. (…)
Wenn wir das Trennende zurückstellen, (…) als wir doch alle ein gemeinsames Ideal haben, das gemeinsame heilige deutsche Vaterland.“
Reichtagsvizepräsident Walter Graefe leitete die Sitzung. Er „bat“ Frick wiederholt, doch bei der Sache (Justizetat) zu bleiben. Der scherte sich gar nicht darum, redete seitenlang weiter: Pure Nazipropaganda. Ein Vermerk im Protokoll: Lachen und Zurufe von den Sozialdemokraten. Mehr nicht. Die SPD hatte 131 Abgeordnete, die Nazis 14 Hanseln, da steht man doch drüber! Wieso sich Graefe von dem Nazi derart auf der Nase herumtanzen ließ? Er war Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei, der rechten Vorbereiter und Gefolgsleute der Nazidiktatur.

